14,3% der älteren Bevölkerung des Kantons Freiburg, oder eine von sieben Personen dieser Bevölkerungsgruppe sei arm. Dies hat eine Studie ergeben, die in Zusammenarbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Uni Genf verfasst wurde. Die Armutsquote fällt damit wesentlich höher aus als im Wallis, wo nur 8,8% der Aelteren arm sind.
Immerhin sagt die Studie auch, dass die grosse Mehrheit der Rentnerinnen und Rentner in gesicherten oder sogar guten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt. Wann ist aber jemand arm? Gemäss Studie trifft dies zu, wenn eine Einzelperson über weniger
als 2‘300 Franken im Monat verfügt. Es wird sofort klar, dass die Kaufkraft eines gegebenen Betrags je nach Ort, wo dieser Betrag ausgegeben wird, stark unterschiedlich ist. Wer in einer Grossstadt zu Hause ist, bezahlt namentlich für das Wohnen sehr viel mehr als auf dem Land. Das könnte auch die Unterschiede bei der Armutsquote zwischen Freiburg und Wallis erklären, wo das Wohneigentum (noch dazu in vielen Fällen im Erbgang erworben) verbreiterter ist als bei uns. Es scheint damit wahrscheinlich zu sein, dass sich nicht wenige Personen mit einem Einkommen von weniger als 2‘300 Franken durchaus nicht als arm fühlen. Umso mehr, wenn sie über Vermögenswerte verfügen, die bei einer Notlage verflüssigt und zur Bestreitung des Unterhalts beigezogen werden könnten. Und doch, es gibt sie, die armen Alten. Gefährdet sind in erster Linie Personen mit geringer Ausbildung und/oder ausländischer Herkunft. Auch sind Frauen einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt als Männer. Alle durch Armut Betroffene sind aber immerhin durch Ergänzungsleistungen abgesichert. Auf diese finanziellen Hilfen besteht ein Anspruch, wenn
die Voraussetzungen dazu erfüllt sind. Sie dienen dazu, den Lebensunterhalt zu sichern, wenn die Renten und allenfalls sonstigen Einkünfte dazu nicht ausreichen. Die Gleichung alt ist gleich arm trifft heute in den allermeisten Fällen nicht mehr zu. Das
grössere Armutsrisiko besteht aktuell bei jungen Leuten in Ausbildung sowie bei alleinerziehenden Elternteilen. Die Politik weiss darum.
Albert Noth, Kommission für Wirtschaftsfragen (CQE) der FRV

Zum immateriellen Kulturerbe gehören Traditionen, Kunst, Musik, Rituale, Feste, Handwerk, traditionelle Kenntnisse und Lebensweisen. In der Schweiz figurieren bereits das Winzerfest in Vevey, die Basler Fasnacht, die Karwoche in Mendrisio, Alpinismus, Trockenmauern im Jura und weitere auf der Liste. Die Alpsaison, eine beispielhafte Tradition der Schweizer Berggebiete, könnte in diese Liste aufgenommen werden. Die Schweiz hat 2022 eine Kandidatur bei der UNESCO eingereicht. Eine beispielhafte Tradition der Schweizer Berggebiete Vieh zum Sömmern auf hochgelegene Weiden zu treiben, ist eine lebendige Tradition, die spätestens seit dem Mittelalter belegt ist. Seither wurde die Alpsaison laufend den lokalen klimatischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen angepasst. Auch hochwertige Lebensmittel, wurden und werden produziert. Alpaufzug und Alpabfahrt, das Wissen über Weidewirtschaft und Käsen, die Geräte, Handwerkstechniken und das reiche traditionelle Liedgut: Die Alpsaison vereint ein ganzes Repertoire an Bräuchen, Fertigkeiten und Ritualen, das sie zu einem sehr lebendigen Kulturerbe macht. Die Zukunft dieser Tradition wirft viele Fragen auf, insbesondere über die Wissensüberlieferung und die Anpassung der Alpung an den Klimawandel. Beim Erstellen der Bewerbung konnten Massnahmen abgeleitet werden, die sicherstellen sollen, dass dieses Kulturerbe an künftige Generationen weitergegeben wird. Das Bewerbungsdossier wurde vom Bundesamt für Kultur, Fachleuten von Kulturerbe, Landwirtschaft, Alpwirtschaft, Kantonen, Museen und anderen Organisationen
zusammengestellt. Nach dem Evaluationsverfahren könnte die UNESCO im November 2023 diese Tradition in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufnehmen.

Robert Schwaller, Vorstand Sense

Erschwinglichere Preise für öffentliche Verkehrs-mittel für Senioren, aber keine kostenlose Nut-zung für alle.

Im Rahmen der bevorstehenden Debatte über die Motion Ganioz/Repond fordern die Seniorenorganisationen des Kantons Freiburg nicht die generelle Gratisbenutzung des öffentlichen Verkehrs, sondern günstigere Preise für Senioren auf dem gesamten Frei-burger Netz und Gratisbenutzung für Rentner, die Ergänzungsleistungen beziehen.

Weitere Informationen hier

Die Herbstnummer 2020 des Horizon kommt frisch von der Presse. Themen sind: das Dossier Senior+, Covid (Erlebnisberichte), Echos aus dem Sensebezirk und noch viel Wissenswertes (auf Deutsch und auf Französisch). Hier oder auf der Seite «Publications» herunterladen.

Emmanuel Michielan wird Ende dieses Jahres die Direktion von Pro Senectute Freiburg übernehmen. Der 47-jährige Generalsekretär der Freiburger Alterseinrichtungen (VFA) und des Gérontopôle Freiburg wird somit der Nachfolger von Jean-Marc Groppo, der die Institution 18 Jahre lang geleitet hat und jetzt in den Ruhestand treten wird. Der FRV begrüsst die Ernennung von Herrn Michielan und wünscht ihm viel Erfolg in seiner neuen Funktion.

 

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Pas contente, la Fédération suisse des retraités (FSR)! Elle dénonce le vocabulaire „abusif“ de la communication sur le coronavirus lorsqu’il s’agit de désigner la population des seniors. La FSR (dont fait partie la FFR) juge „infantilisant“ de mettre tous les retraités dans le même panier.

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Ein Aufruf für Kinderzeichnungen wird lanciert. Mit dieser Initiative werden die Eltern eingeladen, die Meisterwerke ihrer Kinder den Pflegeheimen des Kantons Freiburg zu schicken, um die älteren Menschen, die unter der Einsamkeit leiden, sowie das Pflegepersonal zu ermuntern und moralisch zu unterstützen.

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Ab dem Samstag 9. Mai können die Bewohnerinnen und Bewohner von freiburgische Pflegeheimen ihre Angehörigen wieder sehen.

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Le senior-lab lance un sondage sur la mobilité des seniors auprès des personnes de 65 ans et plus (selon leur situation avant la pandémie). Ce travail de recherche permettra de mieux comprendre les expérience et les attentes des seniors en lien avec les déplacements hors domicile. Pour participer au sondage, cliquer ici.